Amtlich Güglingen | 28.07.2026
Das Römermuseum soll aufgrund von personellen Veränderungen neu aufgestellt werden. Angelika Beck hat den Gemeinderat jetzt über das neue Konzept informiert. Die Althistorikerin ist seit 2018 im Römermuseum beschäftigt. Wichtig dabei ist, den Betrieb unter Berücksichtigung finanzieller Rahmenbedingungen zu sichern, das notwendige Personal bereit zu stellen, museumspädagogische Angebote zu verstetigen und gegebenenfalls auszubauen. Und: Das Museum soll im regionalen Museumsnetzwerk und in der Öffentlichkeit sichtbarer werden.
2000 Exponate und Sonderausstellungen
Das Römermuseum wurde vor 18 Jahren eröffnet, zeigt seitdem etwa 2000 Exponate sowohl in der Dauerausstellung als auch in sieben Sonderausstellungen. Bis zu den Sommerferien haben dieses Jahr mehr als 1.100 Menschen das Museum besucht. Dabei hat sich gezeigt, dass die Öffnungszeiten unter der Woche kaum wahrgenommen werden. Ab August werden diese daher auf Samstag/Sonn- und Feiertag von 11 bis 17 Uhr reduziert. Dienstag und Mittwoch außerhalb der Schulferien können Führungen vereinbart werden.
Schlankere Personalstruktur
Die bisher mit einer 100-Prozent-Stelle ausgestattete Leitungsstelle wird künftig auf 60 Prozent reduziert, außerdem entfällt die museumspädagogische Assistenz mit 50 Prozent. Stattdessen sollen Mitarbeiter mit einem maximalen Stellenumfang von 40 Prozent die Leitung unterstützen. Sonderausstellungen soll es weiterhin geben, aber nicht mehr jährlich, sondern eher als punktuelle, inhaltliche Akzente im Rahmen der Dauerausstellung. Auch mit interaktiven Events, neuen Themen und Konzepten sollen neue Zielgruppen erschlossen werden.
Regelmäßige Veranstaltungen
Um die Präsenz in der Öffentlichkeit zu stärken, sollen jährliche Veranstaltungen wie Themenführungen oder Aktionstage etabliert werden. Die Leitung wird ein regelmäßiges Veranstaltungsformat wie einen Museumstammtisch oder ähnliches prüfen. Insgesamt soll so der Fokus mehr auf einer vielfältigen, modernen Vermittlung liegen. „Wir wollen die Quantität reduzieren, die Qualität aber bewahren“, so Angelika Beck. Statt einer ständigen Verfügbarkeit der Dauerausstellung werde das Veranstaltungsangebot ausgebaut, um auch wiederkehrendem Publikum neue Anreize zu bieten.