Amtlich Güglingen | 30.03.2026
„Hier brummt’s“ – unter diesem Motto startet die Stadt Güglingen zum dritten Mal in Folge einen großen Naturgartenwettbewerb. Wer einen naturnahen Garten bewirtschaftet und somit Vögeln, Wildbienen und Igeln ein Zuhause bietet, kann sich ab sofort unter www.hier-brummts.de/gueglingen bewerben. Eine Jury wird am 08.06.2026 die Gärten bewerten und die Preisträger auswählen. Zu gewinnen gibt es einen Gutschein eines regionalen Gartencenters. Bereits 2025 neu hinzugekommen ist der Sonderpreis für den am besten bewerteten neu angelegten Garten. In diesem Jahr wird das Betätigungsfeld noch erweitert, um auch Gärten in der Umwandlung vom Schottergarten hin zum naturnahen Garten zu belohnen. Bewerbungsschluss ist der 24.05.2026.
Rund um den Wettbewerb finden Sie zahlreiche Tipps und Informationen zu naturnahen Gärten auf der Homepage – etwa in einem Faltblatt sowie in der ausführlichen Broschüre „Kleiner Ratgeber für großartige Naturgärten“.
„In naturnahen Gärten brummt das Leben. Für die Artenvielfalt sind sie unverzichtbar“, sagt Katrin Stöhr-Klein, zuständig bei der Stadt Güglingen für den Naturgartenwettbewerb. „Mit unserem Wettbewerb ‚Hier brummt’s‘ wollen wir diejenigen auszeichnen, die mit ihrem Garten ein Stück Natur bewahren. Denn vielfältige Gärten schenken Tieren Lebensraum, verbessern das Mikroklima in unseren Städten, steigern unsere Lebensqualität und sichern die Lebensgrundlage von uns allen. Vielfältige private Gärten sind ein wichtiger Trittstein für die Biodiversität in den Kommunen.“
Naturgärten: Vielfalt gewinnt!
In einem Naturgarten lassen sich auch auf kleiner Fläche wertvolle Lebensräume schaffen. Mitunter genügen kleine Veränderungen, um Singvögeln, Amphibien und Schmetterlingen eine Heimat zu bieten.
· Zumindest auf einem Teil des Rasens sollten heimische Wildblumen wie Storchschnabel und Margerite wachsen dürfen. Sie sind nicht nur ein Blickfang für das Auge, sondern auch eine wichtige Nahrungsquelle für zahlreiche Tiere.
· Heimische Gehölze wie Vogelbeere und Weißdorn sind bei Vögeln und Schmetterlingen sehr viel gefragter als Exoten wie Rhododendron, Thuja und Blautanne.
· Versiegelte Flächen wie Wege und Autoabstellplatz bieten keinen Lebensraum und verhindern, dass Regenwasser versickert. Wo möglich, sollten sie renaturiert werden.
· Torf ist im Naturgarten tabu, denn für seine Gewinnung werden wertvolle Moore zerstört. Rindenmulch oder eigener Kompost sind die bessere Wahl.
· Pestizide haben im Privatgarten nichts verloren – wer standortgerecht pflanzt, biologische Pflanzenschutzmittel wie Jauchen und Extrakte verwendet und ein paar Läuse mehr in Kauf nimmt, lebt gesünder und schützt die Natur.
· Während ein Zaun oftmals auch Igel und andere Tiere aussperrt, grenzt eine lebendige Hecke den Garten ab, ohne Tiere zu behindern. Zugleich dient die Hecke selbst als Lebensraum.
· In abwechslungsreichen Gärten können von der Trockenmauer bis zum Feuchtbiotop viele unterschiedliche Kleinbiotope entstehen.
· Kletterpflanzen machen auch triste Hauswände zu einem spannenden Lebensraum.
Naturgärten bieten natürlich auch den Menschen wohltuenden Rückzugsraum. Ob Sitzplatz oder Sandkasten, Kinderschaukel oder Gemüsebeet – mit der richtigen Planung findet all das seinen Platz.
Infos und Bewerbungsformular unter www.hier-brummts.de/gueglingen.
Kontakt für Rückfragen
Katrin Stöhr-Klein, 07135/108-53, katrin.stoehr-klein@gueglingen.de
