Einsparungen erarbeitet, Bauantrag zur Genehmigung eingereicht, Baubeginn an aktualisierten Bedarf und Finanzierung gekoppelt
Die Stadt Güglingen schärft ihre Pläne für den Neubau der Kindertagesstätte Riedfurt. Verwaltung, Fraktionssprecher, Architekten und Fachingenieure haben gemeinsam Einsparmöglichkeiten von knapp 490.000 Euro erarbeitet. Diese Änderungen flossen in den Bauantrag ein. Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 20.01.2026 dem Bauantrag zugestimmt und das Einvernehmen der Stadt Güglingen erteilt. Das Landratsamt Heilbronn prüft den eingereichten Bauantrag der Stadt und ist für die Erteilung der Baugenehmigung für die Kindertagesstätte zuständig. Parallel schreibt die Verwaltung die Bedarfsplanung für die Kindertageseinrichtungen in Güglingen fort. Die Bauarbeiten starten nur dann, wenn auch die aktuellen Zahlen einen entsprechenden Bedarf ergeben und wenn die Finanzierung des Großprojekts gesichert ist.
Bedarfsplanung in Arbeit
Um wirtschaftlich und langfristig planen zu können, prognostizieren Kommunen regelmäßig den zu erwartenden Bedarf an Kindertagesplätzen. Die Entwicklung hängt von vielen Faktoren ab, die sich auch kurzfristig verändern können. In einigen Kommunen hat sich nach Jahren des steigenden Bedarfs die Situation verändert, es gibt weniger Kinder als ursprünglich erwartet. Derzeit arbeitet die Güglinger Stadtverwaltung an der aktuellen Bedarfsprognose. Deren Ergebnis wird in die Entscheidung über den Baubeginn mit einfließen. Ebenfalls in Arbeit sind die Finanzplanungen der Stadt für 2026 und die folgenden Jahre.
Erfolgreiche Suche nach Einsparungen
Ziel der Stadt ist, die Planungen für die Kita Riedfurt so weit zu bringen, dass das Projekt umgesetzt werden kann, wenn klar ist, dass die Rahmenbedingungen stimmen. Um den angespannten Finanzen der Kommunen Rechnung zu tragen, wurde auch das Kita-Projekt auf den Prüfstand gestellt. Einsparungen werden zum Beispiel erreicht durch Veränderungen am Dachausstieg - der sogenannte Dachhut wird durch ein Oberlichtfenster ersetzt - im Schallschutz oder bei Schreinerarbeiten. Die Kosten für die erforderliche Trafostation übernimmt Netze BW, was eine Einsparung von rund 120.000 Euro ergibt. Die Gesamtkosten in den Bereichen Herrichten und Erschließen, Bauwerk und Technische Anlagen ließen sich so von 7,2 auf 6,7 Millionen Euro reduzieren.