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Güglingen

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Eibensbach

Der Herbst zieht ein

 

Aus der Geschichte von Eibensbach

Wie schon bei Güglingen verdankt der Ort seine Ersterwähnung einem typischen Fall mittelalterlicher Heiratspolitik. In einem Ehevertrag aus dem Jahre 1380 zwischen Graf Eberhard und der Mailänder Familie Visconti, wird „Ybenspach“ neben anderen Orten als Sicherheit für die Ehefrau im Falle ihrer Witwenschaft aufgeführt.

 

Die Gründung und Existenz des Ortes ist jedoch mit der bereits 1241 erstmals urkundlich genannten Burg „Blanckenhorn“ eng verbunden, deren Burgweiler Eibensbach gewesen war. Die Burg muss zwischen 1220 und 1235, der klassischen Zeit des Burgenbaus, von Heinrich von Neuffen erbaut worden sein, einem Geschlecht, das in guter Beziehung zu der Stauferfamilie stand und von diesen die ehemals zu deren Hausgut gehörenden Gebiete im Zabergäu erhalten hatte.

 

Der Name Blankenhorn leitet sich aus dem ins „Welsche“ übersetzten Namen der Neuffener Stammburg „Weißenhorn“ ab. Die sich hier niedergelassene Linie der Herren von Neuffen verschwägerte sich bald mit den alten Adelsfamilien des Zabergäus, so dass die Burg, bevor sie in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts an das Haus Württemberg kam, auch in teilweisem Besitz der Herren von Magenheim war, einem bedeutenden Adelsgeschlecht im Zabergäu und die wichtigsten Ortsherren des benachbarten Frauenzimmern.

 

Die heute noch stehende mächtige Schildmauer weist sie als eine bedeutende Burganlage aus, deren Abbruch und Verfall jedoch schon im 15. Jahrhundert einsetzte.

Die Verwaltungsorganisation des Herzogtums über Ämter mit einem Beamten an der Spitze, dem Vogt, bevorzugte als Amtssitz das Amtshaus in der Amtsstadt und nicht mehr die Burg auf der überschaubaren, aber abgelegenen Höhe des Strombergs.

 

In die Amtsstadt begab man sich, um Amtsgeschäfte zu erledigen, ging man zum Markt, hier fand man auch Zuflucht im Schutz der Mauern in den Notzeiten der Kriege. Von Güglingen aus wurde der Ort auch für lange Zeit kirchlich betreut, bis er seit 1843 eine eigene Pfarrei wurde. In ihrer langen Geschichte brachte es die Gemeinde nie zu ausreichendem Wohlstand, der Ort galt im 19. Jh. als einer der ärmsten im damaligen Amt Brackenheim.

 

Die Zerstückelung des Grundbesitzes in Folge der Realteilung ließ bei zunehmender Bevölkerung keine große Landwirtschaft zu. Überdies mangelte es an Ackerland - die Markung selbst ist klein und die Hälfte davon Wald. Ein Drittel der von den Einwohnern bewirtschafteten Fläche lag auf benachbarten Markungen.

 

Einen grundlegenden Wandel ergab sich erst in der jüngeren Vergangenheit durch die Ansiedlung der bedeutenden Gerüstbauindustrie, die es von kleinen Anfängen im Jahre 1945 bis zum heutigen Weltunternehmen brachte und mit der Bereitstellung von Arbeitsplätzen und dem Steueraufkommen den Strukturwandel entscheidend förderte. Heute ist es eines der wichtigen Unternehmen in der Gesamtstadt Güglingen.

 

Seit der Eingliederung im Jahr 1975 ist Eibensbach Stadtteil von Güglingen.

Historische Ansicht von Eibensbach
Historische Ansicht von Eibensbach

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