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Neujahrsempfang der Stadt Güglingen am 12. Januar 2020 in der Herzogskelter

15.01.2020

Die Stadt Güglingen hat am 12. Januar 2020 in die Herzogskelter zum Neujahrsempfang geladen. Rund 240 Güglinger Bürgerinnen und Bürger waren der Einladung gefolgt und lauschten zur Eröffnung den Klängen des Musikvereins Güglingen.
Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Heckmann führte er gemeinsam mit Herrn Dr. Henning Schock vom Roten Kreuz Brackenheim die Ehrungen für die Blutspender in Güglingen durch. Herr Dr. Schock erläuterte dabei eindrucksvoll, die lebensnotwendige Bedeutung der Blutspenden. Er bedankte sich an dieser Stelle auch beim TSV Güglingen, ohne dessen Hilfe die Blutspendenaktionen in Güglingen nicht zu stemmen wären. Dr. Schock erklärte, dass man mit 10-maliger Blutspende in etwa die Summe des gesamten Blutes eines Erwachsenen gespendet hat. In Güglingen konnten 7 BlutspenderInnen für 10-maliges Blutspenden, 6 BlutspenderInnen für 25-maliges und 4 BlutspenderInnen für 50-maliges Blutspenden zur Ehrung eingeladen werden. Im Folgenden erhielten die Anwesenden BlutspenderInnen ihre Ehrung mit Urkunde und Weinpräsent von Bürgermeister Heckmann und Dr. Schock. Den Dank des Bürgermeisters gab Schock gerne an die rund 45 ehrenamtlichen Helfer in den Stützpunktgemeinden Brackenheim, Güglingen und Cleebronn weiter. Ohne diese Helfer könnten die vorgegebenen Einsatzzeiten nicht gehalten werden.

Bürgermeister Heckmann nutzte den Rahmen des Neujahrsempfangs um sich bei Frau Sabine Schwarzkopf, Herrn Rudolf Rathfelder und ihrem Team der „Struwwelbine“ für die Spendenaktionen der letzten Jahre zu bedanken. Im Laufe der vergangenen 10 Jahre wurden Spendengelder in Höhe von 30.000 € für soziale Zwecke an die Stadt Güglingen übergeben. Seit zwei Jahren wird hierüber der Schwimmunterricht der Grundschüler der Katharina-Kepler-Schule in Bretten finanziert. Dies ist für Heckmann eine wichtige Aktion, denn leider können immer mehr Kinder nicht mehr richtig schwimmen.
In der aktuellen Aktion vor Weihnachten 2019 konnten Spendengelder in Höhe von 5.300 € erwirtschaftet werden, die Frau Schwarzkopf und Herr Rathfelder am heutigen Tag symbolisch an Bürgermeister Heckmann überreichen konnten. Frau Schwarzkopf sprach den Helfern im Hintergrund und den Kunden ihren Dank aus, denn ohne diese könnte die beste Aktion nicht zum Erfolg führen.

Im weiteren Verlauf ging Bürgermeister Heckmann auf die Ziele für das Jahr 2020 ein. An erster Stelle stand hier die Umgehung Güglingen Pfaffenhofen. Er äußerte Zuversicht, in diesem Jahr dem Ziel erheblich näher kommen zu können.
Eine weitere große Rolle wird die ärztliche Versorgung spielen, die auch dem Gemeinderat ein großes Anliegen ist. Hier wurde extra ein Gesundheitsausschuss gegründet, der sich diesem Thema annehmen wird.
Die Wirtschaft betonte Heckmann ist ein wichtiger Standortfaktor für Güglingen. Im Frühjahr wird der erste Spatenstich für das neue Werk der Fa. Layher im gemeinsamen Industriegebiet Langwiesen erfolgen.
Auch den Wohnraummangel machte Bürgermeister Heckmann zum Thema. Wohnraum zur Verfügung zu stellen sei nur bedingt kommunale Aufgabe. Er verwies auf Investoren, die derzeit in diesem Bereich in Güglingen tätig sind. Die Flächen für den Bau von Wohnungen zu aktivieren und reaktivieren seien vielmehr Aufgabe der Gemeinde.
Verkehrspolitisch sei die in Aussicht gestellte Potenzialuntersuchung der stillgelegten Zabergäubahn von Bedeutung. Er erläuterte, Experten sähen die Strecke von Lauffen bis Leonbronn als eine der aussichtsreichsten Optionen einer Reaktivierung. Er gab aber auch zu bedenken, dass die Unwirtschaftlichkeit der Strecke schon einmal ausschlaggebend für die Stilllegung war. Daher sehe er die Anbindung der Zabergäubahn über Sternenfels und Kürnbach bis nach Oberderdingen bis hin nach Bretten aus heutiger Sicht als sinnvoll. Die Verkehrswende könnte nur gelingen, wenn der öffentliche Nahverkehr visionär überdacht würde.

Zum Ende seiner Aussichten für 2020 begrüßte Heckmann den Gastredner Herrn Ralf Peter Beitner, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Heilbronn.
Breitner zeigte sich beeindruckt von der Entwicklung Güglingens. Gerade in Hinblick auf den Einzelhandel sei diese überdurchschnittlich. Er sei gebeten worden, etwas über die Prognosen zur Wirtschaft, auch zur Automobilindustrie. Er betonte sehr anschaulich, dass es in diesem Bereich Igel und Füchse gebe. Die Igel hätten eine Idee zur Prognose die sie als alleinige Lösung anschauen. Diese entstehe oft durch intuitives Denken mit der Hoffnung, dass alles wie geplant eintritt. Auf der anderen Seite stünden die Füchse. Diese hätten viele Ideen und sagen selbst, sie seien sich nicht sicher, welche davon die richtige sei. Die Ideen entstünden durch gründliches Überlegen mit einer gesunden Portion Realismus.
Dabei mache die weltweite Einflussnahme in den verschiedenen Bereichen eine Prognose so schwer.
Er ging auf den Bereich der Baubranche ein: hier sei weiterhin ein Wachstum in Aussicht, allerdings mit einem deutlichen Rücklauf im Bereich der gewerblichen Bauten. Dies sei auf die Investitionen im Bereich Maschinen und Ausrüstung ebenso der Fall und weise auf eine Zurückhaltung der Unternehmen hin.
Der Bereich der Automobilbranche sei laut Breitner gerade dabei, sich selbst neu zu erfinden. Dabei hätte das Ländle jahrzehntelang die Vorherrschaft im Pkw-Bau und –Entwicklung inne gehabt. Es sinke ja auch nicht die Nachfrage, im Gegenteil. Herr Breitner betont, dass gerade im Bereich der E-Fahrzeuge eine gravierende Zunahme der Nachfrage zu verzeichnen sei. Hier stünden Fragen wie Antriebsart und Ladekapazität im Vordergrund. Auch das autonome Fahren sei nicht zu vernachlässigen. Ralf Peter Breitner wies darauf hin, dass die Frage nun laute, wie man da mitspielen könne! Die Entwicklung in der Automobilbranche machte er anhand eines Beispiels ganz deutlich: während der Golf I noch mit einer verbauten Kabellänge von 214 Metern auskam, sind es beim Golf VII bereits 1,6 km und beim E-Golf beeindruckende 8 km Kabellänge, die im Fahrzeug benötigt werden.
Von Interesse wären natürlich auch die Zinsen und ihre Entwicklung. Auch hier gab Breitner einen interessanten Einblick. Die Zinsen blieben weiterhin im Keller! Und diese Realität würde uns wohl noch die nächsten Jahre begleiten. Dies hätte v.a. auch Auswirkung auf die Altersvorsorge und den Wohlstand der Mittelschicht. Früher habe man laut Breitner die Sicherheit gehabt, über Zins und Zinseszins die Inflation auszugleichen. Diese könnte so nicht mehr realisiert werden, im Gegenteil es läge ein Realverlust vor. Doch trotzdem würden die Sparer an ihren Einlagen festhalten. Erst wenn der Negativzins deutlich würde, könnte sich ein größerer Teil der Sparer auf Änderungen im Anlageverhalten durchringen.


Abschließend ging Herr Breitner noch auf den Aufbau und die Organisation der Kreissparkassen ein.

Zum Abschluss der Veranstaltung spielte der Musikverein zur Unterhaltung auf und die anwesenden Gäste nutzen die Gelegenheit zum Austausch bei einem Ständerling und ließen den Neujahrsempfang gemütlich ausklingen.

 

 

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