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Nachrichten | 09.11.2022

Spatenstich für die Ortsumfahrung Pfaffenhofen Güglingen

Lange hat es gedauert, aber am letzten Donnerstag war es endlich soweit: Der Spatenstich für die südliche Ortsumfahrung L 1103 von Pfaffenhofen und Güglingen konnte getätigt werden.

Mit Susanne Bay, Regierungspräsidentin des Regierungsbezirks Stuttgart, Minister Winfried Hermann MdL, Ministerium für Verkehr des Landes Baden-Württemberg und den Landtagsabgeordneten Erwin Köhler  (Grüne) und Michael Preusch  (CDU) versammelte sich dort auch einige politische Prominenz. Zudem waren zahlreiche Mitglieder des Gemeinderats aus Pfaffenhofen und Güglingen gekommen sowie Personen, die in unterschiedlichen Funktionen am Projekt beteiltigt waren und sind -  sei es aus den Ingenieurbüros oder von den ausführenden Firmen.

53 % Prozent weniger Autodurchfahrten in Pfaffenhofen und bis zu 59 % weniger Durchfahrten in Güglingen sind die guten Aussichten, wenn die Straße im Jahr 2024 fertiggestellt ist.

Diese Entlastung für die Stadtkerne sei das Hauptargument für so eine Straße, betont Verkehrsminister Hermann in seiner Ansprache und ruft die Kommunen auf, die Chance zu nutzen, ihre Ortsmitten umzugestalten und so das gesellschaftliche Leben wieder in die Stadtkerne zu holen.

Auch Regierungspräsidentin Susanne Bay betont in ihrer Eröffnungsrede in Richtung der Pfaffenhofener Bürgermeisterin und dem Güglinger Bürgermeister die nun entstehenden Gestaltungsmöglichkeiten. Ihr Dank gelte all denen, die an der Realisierung mitarbeiten, aber auch den Bürgern, die sich nun schon sehr viele Jahre gedulden müssen.

Mit Blick auf die Zabergäubahn stellt Bay klar, dass die Trasse weiterhin für die Bahn verwendet werden kann und sich Straße und Bahn auf keinen Fall gegenseitig ausschließen.

Auch der Verkehrsminister wählt klare Worte gegen die Gerüchte, dass der Bau der Straße nun eine Reaktivierung der Zabergäubahn verhindern würde. „Das ist Mumpitz!“ Die Strecke sei rechtlich gesichert und „ich stehe hinter der Schiene“, so Herrmann. Man benötige insgesamt einen nachhaltigeren Verkehrssektor und dazu gehöre ein guter ÖPNV und auch die Radwege müssen berücksichtig werden.

Sein Dank gelte vor allem den beiden Gemeinden Pfaffenhofen und Güglingen, die die letzten Jahre und Jahrzehnte hartnäckig für die Umgehung gekämpft haben und dafür auch Geld in die Hand genommen haben.

„In 1,5 Jahren feiern wir die Einweihung. Länger darf es jetzt nicht mehr dauern“, schließt er die Ansprache vor den rund 100 Gästen, die zum Spatenstich auf die Baustelle gekommen sind.

Auch Bürgermeister Ulrich Heckmann, der anschließend das Mikrofon ergreift, ist sichtlich erleichtert, dass das Warten nun ein Ende hat und der Bau nach über 30 Jahren Planung endlich beginnen kann. Sein Dank gelte auch seinem Amtsvorgänger Klaus Dieterich, der sich während seiner Amtszeit schon viele Jahre für die Straße eingesetzt habe und seinen zwei Hauptansprechpartner der letzten Jahre. Dieter Maierhöfer vom RP Stuttgart und Gerhard Ueding, der sich, so Heckmann „wie kein zweiter um den Grunderwerb gekümmert hat. Ohne Sie beide hätten wir´s nicht geschafft.“

Seine Hoffnung sei, dass man sich zu Ostern 2024 wieder treffe, um die Einweihung und damit eine echte Verkehrsentlastung für Güglingen und Pfaffenhofen zu feiern.

Auch Carmen Kieninger, Bürgermeisterin von Pfaffenhofen schaut auf den langen Planungszeitraum zurück und begrüßt Bürgermeister a.D. Dieter Böhringer herzlich, der ebenfalls zum Spatenstich gekommen ist. Er und Klaus Dieterich, Bürgermeister a.D. aus Güglingen, waren es, die nie lockerließen, so Kieninger. Dafür bedanke sie sich sehr herzlich. Neben der Erleichterung, die die Straße für viel Bürgerinnen und Bürger des Zabergäus bringt, betont sie aber auch, dass die neue Straße für viele Menschen eine Herausforderung werde. Für die Gewerbetreibenden an der alten Strecke verlaufen die Verkehrsströme dann in ein eine andere Richtung. Auch führt in Pfaffenhofen die neue Straße weiterhin ein Stück durch den Ort, an dem Anwohner wieder direkt von der L 1103 betroffen sind. Zudem müsse man eine sichere Querung schaffen, da für viele Kinder der Schulweg in Zukunft über die neue Straße führe. Ziel sei es auch in Pfaffenhofen, die dann alte Ortsdurchfahrt mit Fördergeldern aus der Stadtsanierung zu verändern, so Kieninger.

Ein herzliches Dankeschön richtet sie auch an den Posaunenchor aus Pfaffenhofen, der mit Unterstützung von Güglinger Musikern den Spatenstich musikalisch begleitet und ihm damit die angemessene

Festlichkeit verleiht.

 

Spatenstich

v. l. Dieter Maierhöfer, RP; Erwin Köhler, MdL (Grüne); Susanne Bay, Regierungspräsidentin; Winfried
Hermann, Verkehrsminister; Ulrich Heckmann, BM Güglingen; Carmen Kieninger, BMin Pfaffenhofen;
Dr. Michael Preusch, MdL (CDU); Dieter Böhringer, BM a. D. Pfaffenhofen

(Bilder: Werner Stuber)