Flagge: DeutschlandDeutschflag: Great BritainEnglish pavillon françaiseFrançais
Animation: Verschiedene Ansichten aus GüglingenAnimation: Verschiedene Ansichten aus GüglingenAnimation: Verschiedene Ansichten aus Güglingen
   

SCHNELLSUCHE

DRUCKEN STARTSEITE > KULTUR > KULTURFLIRT > TERMINE

Eine Vision wurde Wirklichkeit: Römermuseum am 26. und 27. April 2008 eingeweiht

BILD-ZOOM

Das alte Rathaus am Marktplatz wird zum Römer-Museum umgebaut

Das Alte Rathaus am Güglinger Marktplatz wurde zum Römermuseum umgebaut.

Foto: Baumann, 2008

In Güglingen reifte der Gedanke, die zum Teil einzigartigen Hinterlassenschaften der römischen Vergangenheit der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Unterschiedliche Standorte wurden für ein Museum diskutiert.
Der verstorbene Architekt und Güglinger Ehrenringträger Heinz Rall ließ die Überlegungen schließlich Gestalt annehmen: Mit einer großzügigen Schenkung leitete er im November 2005 den Umbau des Alten Rathauses im Stadtkern zum Römermuseum ein.  
Der Architekt hatte maßgeblichen Anteil an der Erneuerung und Umgestaltung des Güglinger Stadtkerns. Er wollte nach eigenen Worten mit einer einzigartigen Initiative dafür sorgen, die Stadtmitte wieder mit neuen Impulsen zu beleben.  
Die Planung für Umbau und Sanierung stellte Rall kostenlos zur Verfügung. Darüber hinaus hatte er sich bereit erklärt, mit einer großzügigen, zweckgebundenen Schenkung für eine Anschub-Finanzierung zu sorgen. Leider hat er es nicht mehr erleben können, wie seine Idee in die Tat umgesetzt worden ist. Heinz Rall verstarb am 29. August 2006. Seine Ideen wurden aber von Architekt Dieter Schmid in Zusammenarbeit mit dem Archäologen Enrico De Gennaro verwirklicht. Der Startschuss zum Museumsbau fiel am 8. November 2005.
Nachdem die 2001 angestellten Überlegungen, das Alte Rathaus zum Jugendzentrum umzubauen, zwischenzeitlich überholt waren, hatte man Planungen für dieses dominante Gebäude vorübergehend zu den Akten gelegt.
Nach den archäologischen Ausgrabungen im Gebiet „Ochsenwiesen/Steinäcker“ und den dort gemachten Entdeckungen war schnell die Idee entwickelt worden, diese zum Teil sensationellen Funde im alten Rathaus zentral zu präsentieren.
„Es geht nicht um den Ehrgeiz, ein Super-Bauwerk zu erstellen, sondern vielmehr darum, dem Stadtkern von Güglingen wieder mit einem neuen Impuls zu beleben“, erläuterte Heinz Rall damals seinen Antrieb.
Wichtig war für den verstorbenen Stadtbaumeister von Güglingen, dass die konzeptionelle Gestaltung und Belegung der Räume „eine Arbeit für Fachleute" sein muss.
Quer durch alle Ratsfraktionen wurde die Initiative von Architekt Rall sehr begrüßt und positiv aufgenommen. Man verständigte sich darauf, das Alte Rathaus zu sanieren und dann mit Fachleuten nach musealen Gesichtspunkten einzurichten. Beim Mithräum vor Ort entschied sich der Gemeinderat für eine Rekonstruktion der Fundstelle im Gebiet „Ochsenwiesen-Steinäcker“.   
Archäologe mit Museums-Konzeption beauftragt
Der Gemeinderat hat die inhaltliche Gliederung der Museums-Konzeption einem Fachmann übertragen. In Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt wurde eine Bestandsaufnahme samt Sichtung und Bewertung der Funde aus den „Ochsenwiesen“ gemacht werden.
Archäologe Enrico DeGennaro wurde per Zeitvertrag angestellt. Er hat am 1. März 2006 damit begonnen, das Ausstellungskonzept für das Alte Rathaus didaktisch aufzuarbeiten.
Während der Umbauphase hat er Markus Ege als Gestalter für die Ausstellungs-Präsentation hinzugezogen.
Authentisches Bild der Römerzeit
Die Konzeption des Museums im Alten Rathaus Güglingen sieht vor, auf unterschiedlichen Ebenen ein nach heutigem wissenschaftlichem Stand möglichst authentisches Bild des Lebens in einer ländlichen römischen Kleinstadt zu geben.
Teilweise entstehen die antiken Gebäude neu in den Räumen des Alten Rathauses, unter Verwendung von historischen Baumaterialien sowie originalen Werkstücken. (Freilichtmuseum unter dem Museumsdach)
Eine Straße aus Stampflehm mit eingegrabenen Wagenspuren, eine überdachte, öffentliche Verkaufs- und Durchgangszone (Porticus), ein Handwerker- und ein Privatraum, eine Hofparzelle sowie das bedeutende, als einziges (neben einem Brunnen) auf dem ehemaligen Ausgrabungsgelände als Grundriss noch erhaltene Mithräum, wurden rekonstruiert.
Die große Zahl der Fundstücke zum Alltag dieser Siedlung werden nach ihrem Gebrauch und ihrem Funktionszusammenhang vielfach in nachempfundenem römischem Mobiliar ausgestellt. Auch auf sprachlicher Ebene wird versucht, sich der römischen Welt und ihren Empfindungen zu nähern. Viele lateinische Zitate (mit deutscher Übersetzung) zieren die Texte.
Hörbar wird antiker Alltag in sechs kurzen Sequenzen zu Szenen auf der Straße, beim Verkauf, im Hof, bei einer Weihung und im Mithräum.
Auch die multimediale Seite kommt mit einen virtuellen Rundflug über das Zabergäu vor 1800 Jahren, der Annäherung an den Vicus und einem Durchgang entlang der Hauptstraße des Straßendorfes nicht zu kurz.
Immer wieder Ruhezonen und Sitzmöglichkeiten erlauben vertiefendes Nachlesen und Eintauchen in das römische Ambiente.
Vieles ist zum Anfassen und Entdecken, die Materialechtheit spricht vor allem auch Kinder an, für die an einigen Stellen Lerneinheiten geplant sind.
Enrico De Gennaro hatte schon die Güglinger Römer-Sonderausstellung in Lauffen aufgebaut und sich mit Markus Ege einen weiteren Fachmann dazu geholt, der seine didaktische Konzeption in die Tat umsetzt.
Das Museums-Konzept für Güglingen wurde von Dr. Andrea Neth und Dr. Klaus Kortüm begleitet.
Die Umbauarbeiten haben im Alten Rathaus am 11. Januar 2007 begonnen. Sie wurden unter Federführung des planenden und bauleitenden Architekten Dieter Schmid in die Tat umgesetzt und zur Museumseröffnung im April 2008 abgeschlossen.
Bildergalerie
Wir
haben die Umbauphase des Alten Rathauses zum Römermuseum in Bildern festgehalten und vermitteln gleichzeitig auch einen kleinen Eindruck von dem, was Sie im neuen Museum am Marktplatz in Güglingen erwartet. Bitte klicken Sie hier.

WETTER

KONTAKT

Stadt Güglingen
Marktstraße 19-21
D-74363 Güglingen
Sprechstunden
vormittags:
Mo.-Do. 8.00 - 12.00 Uhr
Frei. 8.00 - 12.30 Uhr
nachmittags:
Die. 14.00 - 18.00 Uhr

Tel.: +49 (0) 71 35 - 108 0
Fax.: +49 (0) 7135 - 108 57
E-Mail: stadt@gueglingen.de

ANFAHRT

Route berechnen für Ihre Fahrt nach Güglingen:






© 2010 Logo von map24.com
 

© 2010 Stadt Güglingen