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„…und immer behalten die Quellen das Wort“

11.07.2017

„…und immer behalten die Quellen das Wort“

gut besuchte Literaturveranstaltung am Freitag im Ratshöfle 

 

Gut 40 Besucher kamen am Freitag zu einer literarischen Reise in die Kulturgeschichte von Brunnen und Quellen. Die Journalistin und Kulturwissenschaftlerin Ulrike Maushake führte anhand der Figur des Fischweibchens durch die Weltliteratur. In allen Zeiten beschäftigten sich Autoren mit dem Archetypus der Nixe.

Die Reise fängt an in Homers Odyssee, also vor rund 2700 Jahre, in der die Wasserwesen, die Sirenen in der Literatur zum ersten Mal auftauchen´.

Maushake zeichnet mit unzähligen Textstellen die Entwicklung des Motivs  der Wasserwesen von den Wurzeln des abendländischen Denkens bis in die heutige Zeit nach. Spannend sind vor allem auch die engen Verbindungen, die das Thema zur Entwicklung der Geschlechterverhältnisse hat.

Die Reise endet mit der durchaus etwas traurigen Erkenntnis, dass die Wasserfrau seit den 70er Jahren in der Literatur praktisch nicht mehr auftaucht. Das heißt aber nicht, dass das Motiv nicht mehr von Interesse wäre. Im Gegenteil jedes Jahr erscheinen neue wissenschaftliche Text und Anthologien zu den geheimnisvollen Wasserwesen. Die These liegt nahe, dass es eine tiefe Sehnsucht auch der heutigen Zeit nach diesem mysteriösen Wesen gibt, das vielleicht in jedem einzelnen steckt. Und man kann hoffen, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis diese Wesen wieder auftauchen bzw. auftauchen dürfen und dann auch in der heutigen Literatur und Poesie wieder einen Platz finden.

Die Besucher der Veranstaltung haben nach dem fesselnden Exkurs in die Kulturgeschichte dieser Wesen sicherlich ganz besonders genau in den Marktbrunnen vor dem Rathaus geschaut. Nachdem Enrico De Gennaro vom Römermuseum noch ein paar interessante Informationen und Geschichten zum Güglinger Fischweibchen erläuterte, endete der Abend bei Wasser, Wein und leckeren Häppchen, die Serina Hirschmann vom Kulturamt und Kerstin Fink, neue Leiterin der Mediothek vorbereitet hatten. Für Manfred Göpfrich-Gerweck war die Veranstaltung ein schöner Ausklang nach fast 20 Jahren Literaturveranstaltungen.

 

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